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| Der Herrgott ging vom Ochsenkopf einmal, ins schöne Fichtelnaabtal, vom vielen laufen taten ihm die Füße weh, „Potstausend“, rief er, „hier fehlt zum Baden noch ein See“. Die Engelein kamen und hoben die Röcklein in die Höh’ und so entstand der Fichtelsee! | 
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Nun zur wahren Geschichte:- 1393: Politische Bedeutung des Fichtelsees (752m ü.NN) - Grenze zwischen der späteren Oberpfalz und der Markgrafschaft Bayreuth-Ansbach.
- 1650: Stichgraben ins Hochmoor der Seelohe (Fichtelsee) zur ausreichenden Wasserversorgung der Eisenwerke, die mit Wasserkraft betrieben wurden.
- 1785: Johann Wolfgang von Goethe betrat mit Freunden die Seelohe. Er entdeckte als Erster die insektenfressenden Pflanzen – den Sonnentau.
- 1805: Errichtung eines großen Dammes zur Regelung des Wasserzuflusses zu den Bergwerkbetrieben. Geburtsstunde des Seeweihers.
- 1865: Auflösung der Bergbaubetriebe, Hütten- und Eisenhammerwerke. Der See ging in die Hand des bayrischen Staatsforstes über.
- 1934: Der Damm war schadhaft (das Wasser konnte nicht mehr zur früheren Höhe angestaut werden), der See wurde zum Tümpel. Die Gemeinde Fichtelberg-Neubau und verschiedene Werksbesitzer des oberen Naabtales erhöhten deshalb 1934/35 den Damm.
- 1939: Erklärung zum Naturschutzgebiet des Regierungspräsidenten von Oberfranken und Mittelfranken.
Wenige Jahre nach dem Krieg sah es wieder schlecht aus um den Fichtelsee.
Im Besitz der Familie Schmalzl:
1949 nahm Wilhelm Schmalzl den Seeweiher des Staatsforstes in Pacht. Er säuberte die Ufer, sorgte für den notwendigen Wasserstand, regelte den Wasserabfluss, errichtete am Ostufer ein kleines Zelt zum Unterstellen und schaufelte ein Loch in den Sand, um Getränke kalt zu lagern. Im Herbst 1949 baute er eine Bootshütte und kaufte sich 3 Ruderboote. 1959 das erste massive Gebäude mit einem Gastraum, neun Fremdenzimmern und einer privaten Wohnung. 1964 starb Wilhelm Schmalzl und der Besitz ging an Engelbert Schmalzl - den heutigen Senior Chef -. 1970 der Kinderspielplatz und die Sportfläche entstand. Im Winter 1975/76 baute man das jetzige Hotel mit 17 Doppelzimmern, 1 Einzelzimmer, 4 Gasträumen mit insgesamt 250 Sitzplätzen und einer Seeterrasse mit 240 Sitzplätzen. Im Jahre 1983-86 wurde der Fichtelsee von 3,5 ha auf rund 10,5 ha erweitert, größte Wassertiefe von 16 m, ca. 520.000 m³ Wasser und der Bau eines Bootsstegs für 10 Tretboote und 5 Ruderbooten sorgte für zusätzliche Freizeitaktivitäten. 2005 wurde der Bootssteg erneuert.
Seitdem erfreuen sich Jahr für Jahr immer mehr Gäste an dem romantisch gelegenen Fichtelsee und dem dazu gehörendem Waldhotel am Fichtelsee.
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